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Machina temporis besteht aus einer
elektro-akustischen Komposition und Klanginstallation von Bernhard Gál
und einer räumlich-visuellen Installation von Yumi Kori. Unter Verwendung
von roten und weißen Textilien und einer 20-kanaligen Klangprojektion
schaffen Kori und Gál einen transformierten audio- architektonischen Wahrnehmungsraum,
in welchem die Qualitäten der Klosterruine durch minimale künstlerische
Interventionen rekonstruiert werden und sich die außergewöhnliche Kraft
dieses Bauwerkes dem Besucher in einem gewandelten Kontext "aufs Neue"
erschließt. "Wir verstehen die Klosterruine als Zeiterfahrungsmaschine,
sowohl in einem spirituell-philosophischen Kontext als auch in Bezug auf
ihre architektonisch-funktionale Bauweise. Religiöse Bauwerke sind Räume,
in denen die lineare Zeitwahrnehmung des Alltags zugunsten einer kontemplativen,
entgrenzten Zeit- und Raumerfahrung aufgehoben wird. Wir möchten mittels
Klang und weißen Textilobjekten visuelle und akustische Zeitzonen definieren
und dadurch die "Zeiterfahrungs-Funktion" der Klosterruine betonen. Die
verwendeten akustischen Elemente basieren vorwiegend auf Tonaufnahmen
in der Klosterruine, die von Bernhard Gál mittels digitaler Audiosoftware
in einen kompositorischen Zusammenhang gebracht werden. Der Besucher muss
sich durch die drei Zonen hindurchbewegen, um in die Apsis zu gelangen.
Das östliche Chorpolygon stellt das "Energie-Zentrum" der Kirche dar.
Wir möchten diese Wirkung unterstreichen, gleichzeitig aber seiner ehemaligen
religiösen Funktion entheben und einen entgrenzten Wahrnehmungsraum schaffen,
in welchem das Kontinuum des Zeitflusses auf neue Weise erfahren werden
kann." Yumi Kori und Bernhard
Gál
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